Autor: Christian Gugumus

Plagiarismus Ein Plagiat musst du wollen.

Viele Studierende fürchten sich vor dem Begriff: Plagiat. Mit der Affäre um Karl-Theodor zu Gutenberg ist das Plagiat ein öffentlichkeitswirksames Thema. Aufklärung wird dennoch zu selten geleistet. Stattdessen bieten einige Online-Lektorate eine Plagiatsprüfung an. Ist das sinnvoll? Ich meine nicht wirklich, es sei denn, du hoffst, deine unehrenhaften Absichten verdecken zu können.

Es ist die Horrorvorstellung eines jeden Thesis-Schreibenden: drei, fünf oder sechs Monate in die Thesis gesteckt und dann durchfallen. Für wissenschaftlich wenig erfahrene Schreibende scheint das Plagiat dabei eine echte Bedrohung zu sein. Klar, wirst du des Plagiats bezichtigt, ist das Betrug und du fällst durch deine Abschlussprüfung. Trotzdem ist Plagiarismus meiner Meinung nach mehr Mythos als reale Gefahr.

Definition und Beispiele

Ein Plagiat ist für mich:

die Übernahme fremden Gedankengutes in kritischem Ausmaß ohne Kenntlichmachung.

In dieser Definition deutet „kritisches Ausmaß“ auf einen Ermessenspielraum hin. Wenn du nun ein oder zwei Mal zu nah am Originaltext formulierst, führt dies noch nicht zur Feststellung eines Plagiats der gesamten Arbeit. Wird es mehr oder steckt hinter deinem Plagiieren böse Absicht, sieht das natürlich anders aus.

Kopierst du bspw. ganze Textteile in deine Arbeit oder lässt einen Ghostwriter für dich arbeiten, hast du dir die 5 redlich verdient.

Auf diesem Niveau kommunizieren wir allerdings gar nicht miteinander, weshalb ich diesen Fall im Folgenden ausschließe.

Stattdessen richte ich den Fokus auf den Definitionsteil „ohne Kenntlichmachung“.

Machst du die Übernahme fremden Gedankengutes kenntlich, liegt kein Plagiat vor. Hältst du dich also an die Regeln ordentlichen Zitierens und Belegens, hast du prinzipiell nichts zu befürchten.

Tipps hierfür:

  1. Beschäftige dich vorab mit deinem Zitationsstil.
  2. Unterscheide konsequent zwischen direkten und indirekten Zitaten.
  3. Zitiere mehr indirekt als direkt. Originalzitate sind bewusst einzusetzen.
  4. Zitiere lieber einmal zu viel als zu wenig.
  5. Achte darauf, dass du in den konzeptionellen Grundlagen deiner Arbeit nur in den Kapiteleinleitungen und -zusammenfassungen nicht zitierst. Im Fließtext solltest du eigene Gedankengänge mit „meiner Meinung nach“ oder „meines Erachtens“ kenntlich machen. So vermeidest du Verwechslungsgefahr – und zeigst gleichzeitig, dass du das Geschriebene reflektiert hast.
  6. Nutze mindestens so viele Quellen wie du Seiten schreibst.
  7. Achte auf das Verhältnis von Originaltext und Paraphrase. Aus einer Seite Original sollte keine halbe Seite Text in deiner Arbeit entstehen.
  8. Zitiere jeden Gedankengang einzeln.
  9. Nutze Mehrfachbelege, um auf die Verbreitung einer Aussage hinzudeuten.

Hältst du dich an diese Vorgaben, besteht in aller Regel kein Plagiat.

Tipps fernab der Zitation:

Plagiatsvermeidung betreibst du außerdem durch folgende Tricks:

✔️Orientiere dich immer an deiner Fragestellung.

✔️Rezipiere deine Literatur gezielt und erlerne das Exzerpieren.

✔️Überarbeite deinen Text mehrfach.

✔️Schreibe stets in deiner eigenen Sprache.

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Absicht oder kein Plagiat

Zusammengefasst: Ein Plagiat musst du wollen. Hältst du dich an die oben genannten Tipps, vermeidest du jegliche Plagiatsgefahr.

Alternativ kannst du dir folgende Fragen stellen, um ein Plagiat zu 95% auszuschließen:

✔️Hast du die aus der Literatur übernommenen Gedankengänge sehr selten kenntlich gemacht?

✔️Hast du mehrere Seiten von Kommilitonen oder aus Büchern 1:1 übernommen?

✔️Hast du deine Fragestellung von einer anderen Person 1:1 übernommen?

Wenn du eine dieser Fragen bejahen musst, hast du ein Problem – dann weißt du aber auch, dass du schlecht wissenschaftlich gearbeitet hast. Kannst du alle verneinen, sieht es hinsichtlich der Plagiatsvermeidung gut für dich aus.

Merke:

Also: Halte dich zur Vermeidung eines Plagiats an die Regeln ordentlichen Zitierens.

Autor:

Christian Gugumus

(Gründer von Thesis-Pilot)

 

Autor:

Christian Gugumus

(Gründer von Thesis-Pilot)

 

P.S.:

Im Thesis-Piloten von Text-Kompass ist die Plagiatsvermeidung kein Thema. Stattdessen navigiert dich der digitale Pilotenkurs zielsicher zu einem eigenständigen und originellen Thesis-Text.  Jetzt kostenfrei testen!

*Tltr: Plagiate werden von vielen Studierenden als Gefahr für ihren Studienabschluss gesehen. Dabei muss ein Plagiat regelrecht geplant werden. Arbeitest du gewissenhaft und ohne Betrugsabsicht, ist ein Plagiat sehr unwahrscheinlich.